ECB wartet weiter auf Derbyerfolg

Wieder konnten die Wälder ein Derby zwei Drittel offen halten, wieder reichte es zum Schluss nicht ganz für die erhofften Punkte. Nach Ausgleich und kurzzeitiger Führung fanden die Juurikkala Schützlinge keine Antwort auf die Tore der ersten Lustenauer Sturmlinie und verloren mit zwei Empty Net Treffer 7:3.

Zum Jahresauftakt in der Rheinhalle warteten auf den EC Bregenzerwald einige altbekannte Gesichter. Neu hingegen war Goalie Corbail und Johan Lorraine. Der schwedische Stürmer wurde für den verletzten Eetu-Ville Arkiomaa auf Try-Out Basis geholt und erst am Spieltag der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Future Club Spieler Simeon Schwinger und Maximilian Hohenegg zurück im Line Up, dafür ohne Kapitän Christian Ban, starteten die Wälder ins erste Derby des neuen Jahres. Nach einigem Hin und Her war es EHC Topscorer D’Alvise, der die Torsperre von Thomas Stroj durchbrach. (7.) Anschließend schwächten sich die Sticker mit einer Strafe selbst. Aleksi Järvinen nutzte die numerische Überlegenheit, um für sein Team auszugleichen. (10.) 29 Sekunden später klingelte es wieder im Gehäuse von Corbeil. Bernhard Fechtigs Tor wurde nach kurzer Beratung der Offiziellen schließlich gegeben. Es folgten weitere Powerplays auf beiden Seiten, jedoch ohne dass sich der Zwischenstand von 1:2 bis zur Pause änderte.

Verwirrung herrschte zu Beginn des zweiten Abschnitts als scheinbar die Strafe der Lustenauer ablief, die Schiedsrichter aber Thomas Auer wieder zurück in die Kühlbox beförderten. Nichtsdestotrotz gelang es den Löwen bei voller Stärke auszugleichen. D’Alvise wurde sträflich allein gelassen und ließ Stroj mit seinem Gewaltschuss keine Chance. (25.) Auch die schwedische Neuerwerbung des EHC, Lorraine, schrieb nach zwei Assists selbst an. (29.) Wieder im Rückstand drückten die Wälder auf den Ausgleich. Die Offensivbemühungen wurden in der 36. Minute dann endlich belohnt. Comebacker Maximilian Hohenegg wischte aus einem Gestocher vor Corbeils Tor das Hartgummi über die Linie.

Wieder hatte Lustenau den besseren Start nach der Eisreinigung. Vallerand erzielte für die Heimmannschaft das umjubelte 4:3 in der 43. Minute. Trotz zahlreicher Chancen versäumten es die Wälder im Powerplay auszugleichen. Besser machte es Philip Putnik. Der Ex Wälder brachte sein Team in der 56. Minute mit 5:3 in Front. Die anschließend wackelige Nachahmung des Kuznetsov Jubels hatte dann wenig mit dem Original gemein. Der ECB versuchte es weiter, doch Corbeil ließ nichts mehr anbrennen. Juurikkala nahm Stroj nach einem weiteren Foul von Auer vom Eis, statt dem erhofften Ergebnis folgten allerdings zwei Empty Net Tore. „Wir haben gegen Ende zu viele Fehler gemacht. Lustenau hat Spieler, die bisher 20 Tore geschossen haben, da ist jeder Fehler brandgefährlich. Auf der anderen Seite hat unser Powerplay heute gut funktioniert, zwei Treffer erzielen wir da auch nicht jedes Mal. Besonders stolz können wir auch auf die dritte und vierte Linie sein, die heute sehr gut gekämpft haben und die Spieler die morgen nach Salzburg müssen, entlasten konnten.“, meinte Wälder Coach Juurikkala.

Zeit sich von dem kräftezehrenden Derby zu erholen, bleibt keine. Bereits morgen stehen einige Spieler für den DEC gegen Red Bull Salzburg auf dem Eis. Sie werden in der Mozartstadt übernachten und dann am Samstag von dort nach Kitzbühel fahren, wo sie auf den Rest des Teams treffen. Für die Wälder steht dort am Abend nämlich das vierte Westderby gegen die Adler auf dem Programm.

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