Jungbullen siegen in Lustenau

Weiterhin ist viel Sand im Getriebe des EHC Lustenau. Nach dem vierten Spiel des Jahres 2020 wartet der EHC Lustenau weiterhin auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Die heutige Niederlage basiert auf dem ersten Drittel, in dem der EHC Lustenau gegen die Salzburg Juniors nicht den Funken einer Chance hatte. 0:3 stand es nach 20. Minuten und mit diesem Ergebnis waren die Lustenauer noch gut bedient. Ein Schussverhältnis von 2:19 (!) für Salzburg nach dem ersten Drittel spricht Bände. Trotz dieses Rückstandes zeigten die Cracks aus Lustenau Moral und konnten sich in den letzten zwei Dritteln erheblich steigern. Zu einem Punktegewinn reichte es jedoch nicht mehr und so spitzt sich der Kampf um die Top-Sechs Ränge der AHL weiter zu.

Mit einer 45-minütigen Verspätung wurde am heutigen Abend der Puck zum ersten Bully eingeworfen. Von den Strapazen der Anreise war bei den Salzburgern jedoch nichts zu merken. Wie aus der Pistole geschossen schnürten sie die Lustenauer im eigenen Drittel ein. Gegen die schnellen und präzis vorgetragenen Angriffen konnten die Lustenauer nichts entgegen setzen. Die logische Folge war der Führungstreffer der Salzburger bereits in der fünften Minute durch David Rattensberger. Ein Weckruf für die Lustenauer war dies jedoch nicht. In erster Linie waren sie in der Verteidigung beschäftigt. Entlastungsangriffe waren Mangelware und so lag eine höhere Führung der Salzburger in der Luft. In der 13. Minute erhöhte Salzburgs Legionär Aatu Luusuaniemi auf 2:0. Nur knapp 70 Sekunden später hieß es in der Rheinhalle Lustenau durch einen Treffer von Robert Arrak bereits 3:0 für Salzburg. Lustenaus Trainer Christian Weber nahm nach diesem Treffer ein Timeout. Dieses zeigte Wirkung und die Lustenauer konnten sich aus dem Würgegriff der Salzburger mehr und mehr befreien. Trotz dieser Tatsache ging es mit diesem 0:3 Rückstand für Lustenau in die erste Drittelpause.

Wie ausgewechselt kamen die Lustenauer, die in diesem Spiel unter anderem auf Mark Hurtubise, Ryan Glenn, Timo Demuth und Lucas Loibnegger verzichten mussten, aus der Kabine. Von Minute zu Minute bekamen sie mehr Zugriff auf das Spiel und konnten einige Möglichkeiten kreieren. Ein Treffer wollte jedoch in den Anfangsminuten des zweiten Drittels keiner fallen. Entweder scheiterten die Lustenauer an der Torumrandung oder Salzburgs Torhüter Nicolas Wieser stand goldrichtig. Kurz vor Ende des zweiten Drittels war jedoch der Bann gebrochen und Dominic Haberl erzielte 90 Sekunden vor Drittelsende den erlösenden ersten Treffer für Lustenau. Mit diesem 1:3 Rückstand ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Spielabschnitt hatte Lustenau wiederum mehr vom Spiel und den Salzburgern war der Kräfteverschleiß aus dem gezeigten ersten Drittel anzumerken. Mehr und mehr verlagerte sich das Spielgeschehen in das Verteidigungsdrittel der Salzburger. Mehrere Strafen auf beiden Seiten brachen jedoch immer wieder den Spielfluss. In der 49. Minute – Salzburg spielte mit einem Mann mehr auf dem Eis – gelang Lustenau durch einen Shorthander der verdiente Anschlusstreffer durch Martin Grabher-Meier. In den folgenden Minuten spielte nur noch ein Team und das war Lustenau. Der Ausgleichstreffer lag in der Luft, doch die Jungbullen verteidigten sich sehr geschickt. Obwohl Lustenaus Trainer Christian Weber knappe zwei Minuten den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte wollte der Ausgleichstreffer nicht mehr fallen. Somit konnte Salzburg die drei Punkte auf Grund eines sehr starken Startdrittels nicht unverdient aus Lustenau entführen.

EHC Lustenau : Salzburg Juniors 2 : 3 (0:3 / 1:0 / 1:0)

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