Wälder unterliegen im Derby dem EHC

Irres Derby im Messestadion geht an den EHC Lustenau. Die Wälder müssen vom ersten Drittel weg einem Rückstand hinterherlaufen, kommen in einem starken letzten Abschnitt einer kleinen Sensation nahe. Zum Schluss reicht es dennoch nicht, Jürgen Fussenegger und Co. sind im Final Four nur Zuschauer.

Die Wälder lieferten beim Derby einen nervösen Start ab. Dies wusste der EHC zu nutzen und setzte bald die ersten Duftmarken vor dem Tor von Felix Beck. Schließlich gingen die Gäste in der 8. Minute in Führung, Hurtubise kam nach einem Abwehrfehler völlig frei zum Schuss. Im Anschluss wirkten die Wälder gefestigter, brachten aber auch im Powerplay nichts Zählbares auf die Uhr. Dafür hatten Long und Grabher Meier das 0:2 auf der Schaufel, auf der anderen Seite scheiterten Lorraine und Haidinger.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten die Juurikkala Schützlinge erneut einen nummerischen Vorteil und brachten einige Schüsse auf Swettes Tor, doch der Riegel hielt vorerst. Anders agierten die Gäste, Dominic Haberl erhöhte gegen sein Ex Team, als Felix Beck komplett die Sicht auf das Spielgeschehen genommen wurde. (24.) 67 Sekunden später fiel schon das nächste Tor, dieses Mal hatte Rene Swette gegen Daniel Ban das Nachsehen. Die Wälder fassten kurz darauf eine Strafe aus und Lustenau zeigte es im Powerplay vor. Demuth stellte den alten Abstand wieder her, 1:3 nach 28 Minuten. Das Derby nahm nun deutlich an Fahrt und Härte auf, Rasmussen wurde nach einem Check gegen den Kopf für vier Minuten in die Kühlbox geschickt. Noch bevor diese Strafe ablief, entluden sich die ersten Emotionen am Eis. Hyyppä und Slivnik bekamen sich in die Haare, die Schiedsrichter unterbanden den Kampf, bevor er richtig losging. Jetzt waren die Wälder am Drücker, die beste Chance von Vogelaar, rettete aber die Stange. Bei Lustenau hingegen ging alles auf, Daniel Stefan stellte in Unterzahl auf 1:4 zwei Sekunden vor der Pause.

Fast schon standartmäßig in diesem Spiel starteten die Juurikkala Schützlinge daher wieder einem Mann mehr in den letzten Abschnitt. Als dann auch noch Philipp Pöschmann über die Bande auf die Gästebank befördert wurde, war man wieder mit zwei Mann mehr am Werk. Und das erfolgreich. Johan Lorraine verkürzte auf 2:4. (42.) Die Freude bei den Wälder Fans währte nicht lange, Hurtubise antwortete mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. (44.) Der Kampfgeist der Gastgeber war aber noch nicht gebrochen, sie bissen sich ins Angriffsdrittel fest, bis schließlich Panu Hyyppä zum 3:5 einnetzte. (52.) Damit nicht genug, Vogelaar zog im Fall auf Swettes Kasten ab, der Puck landete im langen Eck. (55.) Hrdina brachte kurz darauf den aufkommenden Hoffnungsschimmer mit dem 4:6 zum Erlöschen. (57.) Juurikkala setzte bei der nächsten Strafe der Gäste alles auf eine Karte und nahm Beck vom Eis. Es folgte auch der vermeintliche Anschlusstreffer durch Christian Haidinger, der jedoch wegen hohen Stocks aberkannt wurde. Das Empty Net Tor von Ex KAC Stürmer Hurtubise war nur noch Draufgabe und komplettierte den Hattrick des Kanadiers. “Im ersten Drittel waren wir nicht dort, wo wir sein wollen. Es ist schwierig ein Spiel mit sieben Gegentoren zu gewinnen. Wir müssen auch die Chancen im Powerplay besser nützen. Der Weg stimmt zwar, aber wir sind noch nicht am Ziel.”, resümierte Markus Juurikkala. Bereits am Samstag greifen die Wälder wieder in der Alps Hockey League an, Kitzbühel ist ab 19:30 Uhr im Messestadion zu Gast

Foto (c) ECB – Broger Robert 

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